Bienenprodukte

Wunderwerke für Gesundheit und Schönheit

Es ist schon erstaunlich, welche Wunder die kleinen Bienen mit ihrer arbeitsteiligen Organisation schaffen. Ihr Wabenbau aus feinstem Bienenwachs gleicht einem kleinen Kunstwerk. Tröpfchen für Tröpfchen sammeln sie Nektar und Honigtau, um daraus wundervoll süßen Honig zu erzeugen. Gleichzeitig tragen die Bienen ein buntes Gemisch von Pollen zusammen, das viele wertvolle Nährstoffe enthält. Auf der Grundlage von Pollen stellen sie den königlichen Futtersaft Gelee Royale her, welcher der Bienenkönigin zu ihrer Größe und Fruchtbarkeit verhilft. Propolis, das komplex zusammengesetzte Kittharz der Bienen konnte bis heute nicht wissenschaftlich entschlüsselt werden. Doch all diese Bienenprodukte dienen der Gesundheit des Menschen. Selbst das Bienengift wird für Heilzwecke verwendet.

 

Honig

Der süße Energiespender

Das wichtigste und bekannteste Produkt der Bienen ist der Honig. Für die Menschen ist er ein süßes und zugleich gesundes Lebensmittel. Die Bienenvölker produzieren Honig als Reserve für schlechte Zeiten. Im Sommer sind Blütennektar, Honigtau und Pollen ihre Energiespender. Um diese für den Winter zu konservieren, entziehen sie ihnen Wasser und setzen Fermente zu. Den so entstehenden Honig speichern sie in den Waben, verdeckeln ihn zum Schutz und lassen ihn dort reifen.

 

Bienenwachs

Grundlage für faszinierende Bauten

In den Wachsdrüsen produzieren die für den Bau zuständigen Bienen ein farbloses Wachs. Daraus erstellen sie die faszinierenden sechseckigen Waben. Im Bienenstock verfärbt sich das Wachs und nimmt durch den Alterungsprozess mit der Zeit eine gelbe bis rötlich-braune Farbe an. Aus Bienenwachs werden Kerzen hergestellt. Zudem wird es zur Herstellung von Kosmetika und Medikamenten verwendet. In der Lebensmittelindustrie dient Bienenwachs als Überzugsmittel, damit beispielsweise Gummibärchen nicht zusammenkleben.

 

Pollen

Wertvoller Eiweißlieferant

Pollen dienen den Pflanzen zur Vermehrung. Beim Sammeln von Nektar tragen die Bienen automatisch Pollen von einer Blüte zur nächsten und bestäuben so die Pflanzen. Zugleich stellen die eiweißhaltigen Pollen für die Bienen eine wichtige Nahrung dar. Deshalb tragen sie Pollen in den Bienenstock und lagern ihn in Waben ein.

Auch die Menschen schätzen Pollen als hochwertige Nahrungsergänzung. Neben Eiweißen und Enzymen (Fermenten) enthalten Pollen B-Vitamine, essenzielle Fettsäuren und pflanzliche Farbstoffe aus den Gruppen der Flavonoide und Carotinoide.

 

Gelee Royale

Der königliche Futtersaft

Als Gelee Royale wird ein spezieller Futtersaft bezeichnet, der im Wesentlichen der Königin vorbehalten ist. Er enthält besonders viel Eiweiß und wird von den Arbeitsbienen vor allem durch die Verdauung von eiweißreichem Pollen hergestellt. Gewöhnliche Bienenlarven erhalten nur in den ersten drei Tagen eine leicht abgespeckte Variante dieses wertvollen Saftes, um den Körperaufbau zu ermöglichen. Nur die Königin wird Zeit ihres Lebens mit Gelee Royale gefüttert. So wird sie deutlich größer und erhält genug leicht verdauliches Eiweiß, um Hunderttausende Eier zu legen.

Das cremige Gelee Royale besteht zum größten Teil aus Wasser und Zucker. Hinzu kommen 10 – 20 Prozent Eiweiße und circa 4 – 8 Prozent Fett. Darüber hinaus enthält der königliche Saft Vitamine aus der B-Gruppe und einige Mineralstoffe. Gelee Royale soll Bakterien hemmen und die Gesundheit in vielfältiger Weise fördern.

 

Propolis

Das heilsame Kittharz

Propolis ist das Kittharz der Bienen, mit dem sie den Bienenstock abdichten und eingedrungene Feinde regelrecht mumifizieren. Es wird vor allem aus Baumharz gewonnen, das die Bienen mit Pollenbalsam, Wachs und Honig geschmeidig kneten.
Ätherische Öle und Pflanzenfarbstoffe gelten als wesentliche Wirkstoffe in diesem medizinisch interessanten Kittharz. Propolis wirkt desinfizierend und konservierend.

Es wird traditionell als natürliches Antibiotikum sowie zur Wundheilung verwendet.

 

Das Bienengift

Heilmittel bei Rheuma

In einer Drüse im Hinterleib produzieren Bienen einen Giftstoff. Er ist für Menschen zwar unangenehm, doch nicht unbedingt gefährlich. Nur bei extrem vielen Stichen oder bei Menschen, die besonders empfindlich reagieren, kann er zu gesundheitlichen Problemen führen. In der richtigen Dosis wirkt Bienengift sogar als Heilmittel, beispielsweise bei rheumatischen Erkrankungen, denn es fördert die lokale Durchblutung.
Das Gift der Bienen besteht aus einem komplexen Gemisch vieler verschiedener Stoffe.

80 Prozent davon sind Eiweiße. Sie sind für die allergische Wirkung des Bienengiftes verantwortlich und verursachen die Schwellungen an der Einstichstelle.