Die inneren Werte unserer Honige.
Honig ist weit mehr als nur ein süßer Aufstrich. Er ist ein komplexes Naturprodukt, das aus vielen verschiedenen Bausteinen besteht. Honig hat einen besonders hohen ernährungsphysiologischen Wert durch die Vielzahl seiner Inhaltsstoffe. Neben Frucht- und Traubenzucker wurden bisher über 180 natürliche Substanzen im Honig nachgewiesen, die die biologischen Abläufe steuern und den Stoffwechsel unterstützen, darunter Mineralien und Spurenelemente, Inhibine, Fermente, Aminosäuren, Acetylcholin, Vitamine, Pollen und Antioxidantien.
Hier erfahren Sie, was genau in einem Glas BIHOPHAR Honig steckt und warum wir bei der Abfüllung so behutsam vorgehen.
Honig ist ein idealer natürlicher Energielieferant. Das liegt an seiner besonderen Kombination der bereits im Nektar vorhandenen Hauptzuckerarten. Der Traubenzucker (Glukose) geht direkt ins Blut und liefert sofortige Energie – ideal für den Start in den Tag oder als schneller Energiespender beim Sport. Der Fruchtzucker (Fruktose) hingegen wird vom Körper langsamer aufgenommen und sorgt für eine länger anhaltende Energieversorgung.

Honig enthält wertvolle Enzyme wie Invertase, Diastase und Glucoseoxidase, die von den Bienen eingebracht werden und ein Zeichen seiner natürlichen Qualität sind. Eine besondere Rolle spielen die sogenannten „Inhibine“, die durch die Aktivität des Enzyms Glucoseoxidase entstehen. Sie tragen zu den natürlichen Eigenschaften des Honigs bei und können unter anderem das Wachstum von Bakterien erschweren. Damit die meist empfindlichen Enzyme und Inhibine erhalten bleiben, achten wir darauf, den Honig möglichst schonend und nicht über 36 °C zu erwärmen.

Honig enthält im Gegensatz zu Industriezucker bestimmte Mengen an Mikronährstoffen. Je nach Sorte und Herkunft finden sich darin Vitamin C und verschiedene B-Vitamine sowie Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium oder Calcium.

Pflanzen schützen sich mit bestimmten Stoffen vor Umwelteinflüssen. Diese sogenannten sekundären Pflanzenstoffe, wie Flavonoide und Phenole, gelangen über den Nektar auch in den Honig. In der modernen Ernährung werden diese Antioxidantien sehr geschätzt, da sie als natürliche Gegenspieler von sogenannten „freien Radikalen“ gelten, die im Körper oxidativen Stress verursachen können.
Aminosäuren sind die Grundbausteine von Proteinen und für den menschlichen Stoffwechsel unverzichtbar. Im Honig kommen verschiedene freie Aminosäuren vor, allen voran Prolin. Auch wenn ihr Anteil mengenmäßig klein ist, spielen sie eine wichtige Rolle für den Charakter des Honigs: Sie beeinflussen maßgeblich den Geschmack und das typische Aroma der jeweiligen Sorte.
Methylglyoxal (MGO) kommt in vielen herkömmlichen Honigen in geringen Mengen vor. In Manuka-Honig ist er in besonders hoher Konzentration enthalten, dieser Honig ist eine Ausnahmeerscheinung. Er stammt aus der wilden Natur Neuseelands, wo Bienen den Nektar der Südseemyrte (Manuka-Strauch) sammeln. Schon die Maori, die Ureinwohner Neuseelands, schätzten diese Pflanze traditionell wegen ihrer besonderen Eigenschaften. Heute wissen wir, was den Honig so einzigartig macht: der Inhaltsstoff Methylglyoxal (MGO). Als Faustregel gilt: Je höher der MGO-Wert, desto wirksamer und wertvoller ist der Honig, denn MGO ist ein wesentlicher Faktor für die entzündungshemmende Eigenschaften von Manuka-Honig.
