Ein Blick auf unsere Erntegebiete in Lateinamerika.

Das Erbe der Maya
In Mexiko ist die Imkerei mehr als ein Beruf, sie ist ein kulturelles Erbe. Schon die Hochkultur der Maya verehrte die Biene als Verbindung zu den Göttern. Diese tiefe Verwurzelung spürt man noch heute. Besonders auf der Halbinsel Yucatán und im zentralen Hochland arbeiten unsere Partner oft in ländlichen Kooperativen. Es sind viele kleine Familienbetriebe, die mit großem Stolz die Tradition ihrer Vorfahren bewahren und sich um den Erhalt der Natur in ihrer Heimat kümmern.
Sonne, Hochland und Blüten
Mexikos Landschaften sind voller Kontraste, wie der Honig, den sie hervorbringen. Auf den sonnenverwöhnten Hochebenen und in den tropischen Zonen finden die Bienen eine einzigartige Flora vor. Besonders charakteristisch sind die wilde Vielfalt an Hochlandblüten (wie die Acahual-Blume) sowie die ausgedehnten Plantagen von Citrusfrüchten in der Provinz Nuevo León.
Milder Genuss
Mexikanischer Honig ist weltweit beliebt für sein rundes Aroma. Von hier beziehen wir vor allem unsere mild-aromatischen Sorten und den beliebten Hochlandhonig. Er bringt die Wärme Mexikos direkt ins Glas und rundet unsere Kompositionen ideal ab. Unseren Honig aus mexikanischen Erntegebieten finden Sie in unserem Shop.
Zwischen Regenwald und Vulkanen
Guatemala ist geprägt von einer ursprünglichen, wilden Natur. Die Imkerei wird hier fernab von Industriezentren betrieben. Kleine Farmen, oft in entlegenen Gebieten, nutzen die Bienenzucht als nachhaltige Lebensgrundlage, die den Wald schützt, statt ihn zu roden. Diese harmonische Zusammenarbeit von Mensch und Natur sorgt für eine Qualität, die man schmecken kann.
Tropisch üppig
Die vulkanischen Böden Guatemalas sind extrem fruchtbar. In den feucht-tropischen Wäldern und an den Berghängen blüht es das ganze Jahr über. Eine besondere Rolle spielt hier die „Campanilla“ (eine Prunkwinden-Art). Ihre trichterförmigen Blüten sind typisch für die Region und spenden reichlich Nektar, wenn die Trockenzeit beginnt.
Blumiger Genuss
Der Honig aus Guatemala ist für uns ein Geheimtipp. Er zeichnet sich oft durch eine helle Farbe und eine aromatisch blumige Süße aus. Besonders geschätzt wird er für seine flüssige Konsistenz: ??? Er kristallisiert sehr fein und ist daher eine ideale Basis für unsere cremigen Honig-Spezialitäten, die buchstäblich auf der Zunge zergehen. ???
Imker und Gauchos
Wenn wir an Argentinien denken, sehen wir oft eine unendliche Weite vor uns. Und genau hier sind unsere Partner zu Hause. Die argentinische Imkerei ist besonders ausgeprägt in der Pampa – riesigen, offenen Graslandschaften. Ähnlich wie die traditionellen Viehhirten, die Gauchos, leben auch die Imker hier im Einklang mit den Jahreszeiten und der Weite des Landes. Es ist ein Imkerhandwerk, das Geduld und Erfahrung braucht.
Meer aus Klee und Disteln
Die Pampa ist die Kornkammer und Weidefläche des Landes, für Bienen ist sie vor allem eines: ein unendliches Blütenmeer. Hier dominieren Kleearten, Luzerne und wilde Disteln, die den hellen Honig prägen. Weiter im Norden in der Provinz Entre Ríos kommen Eukalyptusbäume hinzu. Die klare Luft und die geringe Besiedlung in den Erntegebieten garantieren einen unverfälschten Naturgenuss.
Abgerundet im Geschmack
Argentinischer Honig ist für uns besonders wertvoll. Er ist bekannt für seine meist helle Farbe und seinen milden, gefälligen Geschmack. Er ist nicht aufdringlich, aber vollmundig und bildet die Grundlage für eine gleichbleibend hohe Qualität in unseren beliebten Blütenhonigen.
Wächter der Wildnis
Brasilien ist ein Gigant der Biodiversität. Die Imker, mit denen wir zusammenarbeiten, sehen sich oft als Wächter dieser einzigartigen Natur. In vielen Regionen Brasiliens ist die Imkerei der beste Weg, den Wald zu nutzen, ohne ihm zu schaden. Besonders die ökologische Bienenhaltung hat hier einen hohen Stellenwert.
Eukalyptus bis Urwald
Die Flora Brasiliens ist überwältigend. Die Bienen finden ihre Nahrung sowohl in den riesigen Eukalyptuswäldern im Süden und Südosten als auch in der wilden Blütenpracht der subtropischen Zonen. Auch die trockene Caatinga-Region im Nordosten mit ihren widerstandsfähigen Pflanzen liefert spannende Honige. Die Natur ist hier so kraftvoll, dass die Bienen das ganze Jahr über aktiv sein können.
Würziger Genuss
Aus Brasilien erhalten wir Honige mit Charakter. Die Wald-Honige sind oft etwas dunkler und haben ein würziges, malziges Aroma. Brasilianischer Blüten-Honig hat eine „wilde“ Note, manchmal mit einem süßlichen, leichten Menthol-Charakter durch den Eukalyptus. Honigkenner können diese herausschmecken.
Qualität statt Quantität
Hinter dem chilenischen Honig steht eine lebendige Gemeinschaft von rund 13.000 Imkern. In meist kleinen Familienbetrieben hegen und pflegen sie ihre Bienenstöcke oft schon seit Generationen. Auf die Anwendung traditionellen Imkerhandwerks wird in Chile besonders hoher Wert gelegt.
Eine isolierte Pflanzenwelt
Chiles Lage ist außergewöhnlich: Wüste im Norden, Gletscher im Süden, die Anden im Osten und der Pazifik im Westen. Diese Lage sorgt für eine Pflanzenwelt, die es so nirgendwo sonst gibt. Der Schwerpunkt der Honigproduktion liegt in den gemäßigten Regenwäldern des Südens, wie dem Valdivianischen Regenwald. Hier finden die Bienen den Nektar heimischer Bäume wie Ulmo (Eucryphia cordifolia), Quillay (Quillaja saponaria) und Tiaca (Caldcluvia paniculata).
Tradition und Geschmack
Honig hat in Chile eine lange Tradition, die eng mit den Mapuche, den Ureinwohnern des Südens, verbunden ist. Sie nutzten Honig schon früh nicht nur als Nahrung, sondern auch als Naturheilmittel. Unsere Partner-Imker vor Ort führen diese Arbeit fort. ??? Chilenischer Honig zeichnet sich durch eine besonders aromatische Note aus, die der Honigkenner schätzt. ???
Concepción Orellana Vera – unsere Partnerin in Chile:
Im chilenischen Puente Alto, am Rande der Anden, betreibt Concepción Orellana Vera mit unermüdlicher Leidenschaft ihre Imkerei „Apícola Doña Isidora“. Seit über vier Jahrzehnten kümmert sich die 72-Jährige gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Sohn um rund 400 Bienenvölker. Sie gehört zu unseren ausgewählten Imker-Partnerinnen in Lateinamerika.